PCB Produkte
Die Cadence PCB - Produkte sind über Jahre modular zur Allegro Plattform entwickelt worden.
Sie wurden in so genannten Bundles oder Produktpaketen zusammengefasst.
Damit bieten sich für jeden Anwendungsfall vorgefertigte Work - Flows an.
In diesen Work - Flows ist die Datenübertragung von einem Teilprogramm zum nächsten aufeinander abgestimmt.
Zum Teil sind sogar die Teilprogramme von anderen Programmen ferngesteuert im Hintergrund aufzurufen.
DesignFlow
Stromlaufplan
Der Stromlaufplan stellt die elektrische Funktion der Schaltung dar.
Hierzu werden Symbole für elektronische Bauteile mit Linien (Netzen) miteinander verbunden.
Diese Darstellung dient dem Entwickler, die Funktionalität der Schaltung zu beurteilen.
Elektrische Regeln (Constraints) können sowohl den Bauteilen als auch den Netzen zugeordnet werden.
Beispiele für solche Constraints sind Min/Max-Längen, Stromstärken, usw.
Layout
Im Layout werden die symbolischen Schaltpläne physikalisch umgesetzt. Für die Bauteile
werden auf der Leiterplatte Lötflächen (Pads) für jeden Anschluss platziert. Die elektrischen
Verbindungen werden dann mit Kupferbahnen verbunden. Hierbei ist auf die Einhaltung der
Vorgaben (Constraints) zu achten.
Bibliothek
In der Bibliothek sind die Symbole für den Stromlaufplan sowie die physikalischen Abmessungen
b(foot prints) der Bauteile gespeichert. Zu einem logischen Symbol können mehrere Bauformen mit
unterschiedlichen Foot Prints gehören. In der Bibliothek werden die verschiedenen Änderungsstände
und Versionen verwaltet.
XML
XML ist ein Dateiformat, in dem Bauteilinformationen zur Verfügung gestellt werden. Diese
XML - Daten können von den Webseiten der Bauteilhersteller oder Bauteilportalen heruntergeladen
werden. In den XML - Daten sind z.B. Pinbezeichnungen, Art des Pins (Input, Output) beschrieben.
Nach dem Einlesen der XML - Daten ist bereits ein Großteil der Arbeit zum Erstellen eines Symbols
erfolgt.
MCAD
Mechanische Abmessungen werden meist aus externen CAD-Systemen vorgegeben. Diese Daten können
Abmessungen, Bauhöhen oder Verbotsbereiche für Bauteile enthalten. Im Laufe der Entwicklung können
diese Daten zwischen den beiden CAD - Systemen ausgetauscht werden. So lässt sich beispielsweise eine
bauhöhenkritische Platzierung besser im mechanischen Gesamtsystem in 3D durchführen.
PLM
Da heutige Entwicklungszeiten und Produktlebenszyklen immer kürzer werden, ist eine Transparenz der
Daten im gesamten Unternehmen immer mehr von Bedeutung. So ist es für den Entwickler wichtig zu wissen,
wie der Preis und die Verfügbarkeit eines Bauteils sind, bevor er es einplant. Genauso sollte der
Einkauf wissen, wenn der Entwickler ein neues Bauteil verwenden will. Somit kann der Einkauf die
Verfügbarkeit eines Bauteils prüfen und dann für die Entwicklung freigeben. Auch eine Anbindung an
PLM - Systeme (Produkt - Lebenszyklus - Management) ist von immer mehr von steigender Bedeutung. Es können
abteilungsübergreifende Work - Flows aufgesetzt werden.
Autorouter
Viele Aufgaben bei der Verdrahtung der Netze lassen sich automatisieren. Dies trifft besonders für
digitale Schaltungen zu. Der Einsatz eines Autorouters kann erheblich Zeit bei der Entflechtung
sparen. Wichtig für den Autorouter ist, dass er alle vorher definierten, elektrischen Vorgaben umsetzt.
Durch verschiedene Einstellungen lassen sich beim Routing unterschiedliche Strategien umsetzen, die dann
zu optimalen Ergebnissen führen.
Simulation
Mit steigender Komplexität ist die Vorhersage einer elektrischen Schaltung immer schwieriger. Abhilfe
schaffen hier Simulationen der Schaltung. Mit Modellen der Einzelkomponenten wird in der Simulation
deren Zusammenspiel nachgeahmt. Es wird unterschieden nach folgenden Simulationsarten:
- analog
- digital
- Signalintegrität
Analoge Simulation:
Es werden die verschiedenen elektrischen Werte variiert. So kann zum Beispiel der Signalverlauf einer
Verstärkerschaltung ermittelt werden, wenn für den Widerstand R1 die Werte 10, 20,...100 Ohm eingesetzt
werden. Es können auch gleichzeitig mehrere Bauteilparameter verändert werden. Die Auswertung der Ergebnisse
kann über Kurven oder Daten erfolgen. Es lassen sich mit den Simulationsprogrammen auch Schaltungen nach
vorgegebenen Kurven/Daten optimieren.
Digitale Simulation:
Bei der digitalen Simulation wird das logische Verhalten einer Schaltung simuliert. Hierzu kommt nicht
nur die reine boolsche Funktion, sondern auch die Laufzeiten der unterschiedlichen Signale.
Simulation der Signalintegrität:
Unter Signalintegrität versteht man die Qualität eines Signals. Da Leiterplatten keine idealen Verbindungen
darstellen, sondern die Signale verändern, müssen diese Effekte besonders bei schnelleren Anstiegszeiten bzw.
höheren Frequenzen berücksichtigt werden. Parasitäre Effekte sind Dämpfung des Signals, Reflexionen
und Übersprechen.
Verifikation der Signalintegrität
Um die Maßnahmen, die in der Entwicklung gegen die parasitären Effekte bezüglich der Signalintegrität
eingesetzt wurden, zu überprüfen, ist die Verifikation vorgesehen. Hierbei können die realen Verhältnisse
auf der Leiterkarte vom Sender über die Kupferleitung und die Durchkontaktierungen (vias) bis zum Empfänger
simuliert werden. Dabei können auch elektrische Störungen benachbarter Leitungen berücksichtigt werden.
Powerintegrität
Die Auslegung der Stromversorgung und der Abblockkondensatoren ist von den elektrischen Verbrauchern
und den Betriebsfrequenzen abhängig. Diese mit steigenden Frequenzen sehr komplexe Aufgabenstellung kann
nach dem Platzieren der Bauteile auf die Leiterkarte simuliert werden. Aus den Simulationsergebnissen resultieren
Vorschläge für die richtige Wahl und Platzierung der Entkoppelungskapazitäten und die Dimensionierung der
Netzteile.
SLPS Simulink Co-Simulation
Mit SLPS kann Software in MatLab - Simulink von "The Mathworks" zusammen mit elektronischen Blöcken gleichzeitig
simuliert werden. Somit ist es möglich, das gesamte System mit Elektronik und Software als virtuellen Prototypen
aufzubauen und das Verhalten zu simulieren.
Stress - Analyse und Stress - Derating
Mit den Stress - Berechnungen lassen sich Aussagen über die Zuverlässigkeit eines Gerätes bereits anhand des
Stromlaufplanes vorhersagen. So kann ein Designer die richtige Wahl der Komponenten nicht nur aufgrund der elektrischen
Funktionalität, sondern auch im Hinblick auf die zu erreichende Zuverlässigkeit treffen.
IC Packaging
Wenn Unternehmen selbst ihre eigenen ICs herstellen, ist das Packaging eine besondere Herausforderung. Im Gehäuse
müssen alle Pins mit den IOs auf dem Siliciumchip verbunden werden. Auch hier gilt es, gewisse Vorgaben
wie z.B. gleiche Lauflängen, Impedanzen oder Stromversorgungslagen einzuhalten.
Gerber / ODB++
Ist die Leiterplatte fertig designed, werden die Daten für die Fertigung der Leiterkarte ausgegeben. Dies
erfolgt meist über die Datenformate Gerber, extended Gerber oder Valor - ODB++.
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